
Dieses Video vermittelt einen guten ersten Eindruck der Idee.
Ein Carrotmob ist also ein Netzwerk von ökologisch bewussten Konsumenten, die...
... durch strategischen Konsum die Unternehmenswelt nachhaltig zum Positiven verändern wollen.
... Unternehmen und Geschäften Anreize bieten, umwelt- und sozialverträgliche Entscheidungen zu treffen.
... diejenigen Geschäfte unterstützen wollen, die den vergleichsweise größten Beitrag dazu leisten werden.
... die transparent und demokratisch handeln und alle Interessierten herzlich willkommen heissen!
Weitere, ausführlichere Infos dazu:
- www.carrotmob.org (in englisch)
Komm' vorbei und sag all deinen Freunden Bescheid!
Trag' dich in den Newsletter ein, folg uns auf twitter.com oder trete den studiVZ/Facebook/myspace Gruppen 'Carrotmob Berlin' bei und lade deine Freunde und Bekannten dazu mit ein. Wenn du einen Blog besitzt, dann wäre es natürlich klasse, wenn du über den Carrotmob schreibst!
Gründe einen eigenen Carrotmob in deiner Stadt.
Wenn du denkst, auf bestimmten Gebieten den Carrotmob unterstützen zu koennen - z.B. mit deiner Motivation oder Expertise ;-) - schreib uns einfach.
Grundsätzlich werden natürlich keine Läden von vornherein ausgeschlossen, von prinzipiell unethischen oder rassistischen Geschäften mal abgesehen.
Wir haben jedoch aus u.a. organisatorischen Gründen für den ersten Carrotmob in Berlin festgelegt, nur Spätshops aus Kreuzberg zu fragen bzw. teilnehmen zu lassen. Beim zweiten Carrotmob, hatten wir nur Imbiss in Berlin-Mitte zu teilnehmen lassen. Des Weiteren sollte der Imbiss ein Jahr bestehend, Bio/Neuland/o.a.-Fleisch & vegetarische Gerichte im Angebot haben, eine gewisse Größe haben, um dem Ansturm des Carrotmobs stand zu halten und gerne mit dem Carrotmob kooperieren.
Für die erste und zweite Aktion ist es leider schon zu spät, für die nächste Aktion sind natürlich Anfragen jederzeit willkommen.
Große Unternehmen und Einzelhandelsketten verfügen in der Regel über das nötige Fachwissen und Kapital, Energiespar-Maßnahmen umzusetzen. Leicht können sie Beratungskosten oder Umbaumaßnahmen auf viele Filialen verteilen. Der kleine Einzelhandel hingegen hat es wesentlich schwerer. Meist verfügt er nicht über das Know How oder das Kapital für kompetente Beratung. Hier wollen wir ansetzen. Wir verhelfen dem Geschäft zu mehr Umsatz und bieten die nötige Beratung, um das erwirtschaftete Kapital zu Gunsten der Umwelt und der Kosteneinsparung einzusetzen.
Doch grundsätzlich interessieren uns natürlich auch große Unternehmen, die Idee des Carrotmobs lässt sich auch auf große Unternehmen anwenden. Der Carrotmob jetzt am 13. Juni ist die erste Aktion dieser Art in Deutschland überhaupt und soll das Prinzip, den Sinn und die Funktionsweise eines Carrotmobs an einem lokal begrenzten und einfachen Beispiel erstmal verdeutlichen. Beim Carrotmob am 24. Oktober wurde die Idee auf einen Imbiss übertragen und es wurden Kooperationen mit anderen Organisationen und Bewegungen eingegangen.
Wir glauben, dass in einer idealen Carrotmob Kampagne mehrere Unternehmen im Wettbewerb stehen, aber nur einer gewinnen wird. Dies ist keine starre Regel, aber wir denken, dass es aus mehreren Gründen ideal ist. Erstens, weil es zu stärkeren Verpflichtungen für die Unternehmen führt und die Kampagne dadurch bessere Ergebnisse erzielen kann. Ausserdem wird es für den Mob durch den Bieterprozess einfacher und demokratischer zu entscheiden, wer letztendlich den Zuschlag bekommen soll.
Warum können nicht alle Unternehmen gewinnen? Wenn 5 Unternehmen mitbieten, warum mobben wir nicht einfach alle 5 Unternehmen? Nun zunächst einmal, weil es ansonsten kein Wettbewerb ist. Zweitens ist es der Sinn des Carrotmobs, die Verbraucher entscheiden zu lassen, welches besondere Geschäft unterstützt werden soll. Drittens und vielleicht am Wichtigsten: wir müssen verstehen, was die "Karotte" eigentlich wirklich ist. Sie besteht aus zwei Teilen: Bargeld und Reputation. Ein Unternehmen wird, auf der einen Seite, während des Mobs eine Menge Bargeld mehr bekommen als gewöhnlich. Auf der anderen Seite bekommt es dadurch einen besseren Ruf, und somit eine langfristige Steigerung der Gewinne, weil Bekanntheit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz darstellt. Der Grund mitzumachen ist genau diese wertvolle Karotte - wenn nun alle diese Karotte "einfach so" bekommen, verlieren die Geschäfte den Anreiz mitzumachen, und wir verlieren unser Mittel unsere Forderungen und Bedingungnen durchzusetzen.
Historisch gesehen überleben die Unternehmen, die am "erfolgreichsten" sind, die meiste Macht besitzen, am talentiertesten und kreativsten sind oder am besten Löhne und Sozialstandards drücken und dadurch die höchste Rendite erzielen. Dabei ist uninteressant, ob sie damit die Welt retten oder nicht.
Wir wollen "Erfolg und Misserfolg am Markt" damit verbinden, wie sozial und ökologisch verantwortlich ein Unternehmen handelt.
Auf unterschiedlichen Wegen versuchen wir dafür Sorge zu tragen, dass die Aktion am Ende so abläuft, wie gedacht:
Zunächst verpflichtet sich der Besitzer des Ladens vor laufender Kamera zu der von ihm eingebrachten Prozentzahl des Umsatzes und dazu, dass er die volle daraus resultierende Summe nach der Aktion zusammen mit uns für Klimaschutz- und Energie-Effizienz-Maßnahmen in seinem Laden ausgibt. Möchte er nicht sehr schlechte Publicity ernten, wird er zu seinem Wort stehen.
Zusätzlich wird es einen schriftlichen Vertrag geben, der die Vereinbarung festhält. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Einwilligung des Ladenbesitzers, uns "freie Hand" zu lassen in der Auswahl der Klimaschutzmaßnahmen. Die Kontrolle behalten also wir.
Der 1. Carrotmob Berlin wurde von einer Gruppe junger Leute freiwillig und unentgeltlich ins Rollen gebracht. Für uns alle ist Nachhaltigkeit seit längerem ein wichtiges Thema und damit das jeder versteht, war es Zeit etwas neues zu probieren. Carrotmobberlin ist Non-Profit und wir machen alles ehrenamtlich. Just maybe a little bit of fame: die Initiative in Berlin wurde von den Leuten von den ecofashionjunkies.com angestoßen!

Das nun bunt gemischte Team (von links nach rechts): Micha, Kai, Melle, Julia, Phil, Leo, Tali (Alex fehlt und Tanja auch, die kam später noch dazu)

Das Team mit Cengiz & Co und Peter unser Energieberater.
Das Team des 2. Carrotmob Berlin hat sich ein wenig geändert (viele sind vom 1. Team sind nun nicht mehr in Berlin) und setzt sich aus Micha (unterstützt mit allen Designsachen aus Japan), Tanja, alex und seit neustem auch noch Eva zusammen!
you?
Mit dem Carrotmob ist es natürlich nicht getan (Er ist ein Anfang, mach einen in deiner Stadt! Hier eine "DIY - Anleitung zum Selbermachen"). Er zeigt aber recht anschaulich wie wir gezielt, kollektiv und organisiert etwas ändern können! Er zeigt uns unsere Macht etwas zu ändern. Wo setzen wir als nächstes an? Hilf mit!
Inspiration zur Findung von Punkten: Die Geschichte der Dinge
(Orginal: "The Storry of Stuff" - Video in englisch)
Einfach fragen!
Wir haben nach unserem Carrotmob in Berlin eine DIY - Anleitung zum Selbermachen* zusammengestellt! Dort sind alle unsere Tipps und Erfahrungen zu finden! Du kannst uns auch eine Nachricht zukommen lassen, vielleicht wissen wir noch jemanden, der in deiner Stadt einen Carrotmob organisieren möchte.
*Es ist ein ständig wachsender DIY-Kit. Wir freuen uns über alle Fragen, Anregungen und weiteren Erfahrungen! Schick uns einfach schnell und informell eine Nachricht.
Carrotmob Berlin war der erste Carrotmob in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum. Weitere (uns bekannte) Carrotmobs sind bisher geplant in:
- Berlin: www.carrotmobberlin.com/dererste (13. Juni 2009)
- Basel: www.carrotmob-basel.ch (7. August 2009)
- Bielefeld: www.carrotmobbielefeld.de (22. August 2009)
- München: http://muenchen.carrotmob.org (17. Oktober 2009)
- Wien: www.facebook.com/group.php?gid=71574866137 (23. Oktober 2009)
- Berlin 2.: www.carrotmobberlin.com/derzweite (24. Oktober 2009)
- Bonn: www.carrotmobbonn.de (24. Oktober 2009)
- Zürich: www.facebook.com/group.php?gid=104429833211 (28. November 2009)
- Frankfurt: www.carrotmobfrankfurt.de (12. Dezember 2009)
- Berlin 3.: http://bit.ly/axb4PB (13. Februar 2010)
- Bremen: http://bremen.carrotmob.org (27. Februar 2010)
- Du in Deiner Stadt?
Weitere Anfragen (manche wurden schon vermittelt und haben auch schon ihren Carrotmob organisiert!) erhielten wir bisher aus Basel (CH), Berlin, Bern (CH), Bonn, 8x Bremen, 2x Darmstadt, Dinkelsbühl, Dinslaken, Dortmund, 3x Dresden, 4x Düsseldorf, Elmshorn, Erlangen, 4x Frankfurt, 2x Freiburg, Grafing, 2x Halle/Salle, Hammeln, 2x Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Kaiserslautern, Kiel, 10x Köln, Leipzig, Lippstadt, Ludwigsburg, Lörrach, Lüeburg, Mainz, Mannheim, Moers, 4x München, Mönchengladbach, 4x Nürnberg, 2x Paderborn, Pforzheim, 2x Potsdam, 2x Regensburg, Schwäbisch Gmünd, Seesen, Shanghai :), Siegen, Solingen, 2x Stuttgart, Trier, Tübingen, Waldbrunn, Waldbröl, 3x Wien (AT), Wiesbaden, 2x Wuppertal, 5x Würzburg, Zug (CH) und Zürich (CH).
Carrotmobs leben von der Initiative jedes einzelnen. Möchtest du einen Carrotmob in deiner Stadt organisieren (DIY - Anleitung zum Selbermachen)? Trag dich ein (rechts in der Spalte 'Carrotmobs in deiner Stadt!'), wir vernetzen dich mit anderen Interessierten!
Es ging einfach darum deine Einkäufe am 13. Juni 2009 ab 16 Uhr in dem von uns schon ausgemachten Späti in Kreuzberg ein: Spätkauf MultiKulti in der Wienerstraße 40 zu tätigen. Dieser hat 35% des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwendet, seinen Laden energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen.
Als der Carrotmob vorbei war, begangen unsere Expert_innen, die notwendigen und durch den Carrotmob ermöglichten (das hing von euch ab) Maßnahmen umzusetzen.
Die Aktion war, mit einem dreifachen Tagesumsatz, den wir in nur drei Stunden generiert haben, den Umbaumaßnahmen und zahlreichen Medienberichten, ein voller Erfolg. Eine genaue Auflistung ist hier zu finden: Ergebnisse des ersten Carrotmobs
Der Carrotmob am 13.Juni war die erste Aktion dieser Art in Deutschland überhaupt und sollte das Prinzip, den Sinn und die Funktionsweise eines Carrotmobs an einem lokal begrenzten und einfachen Beispiel verdeutlichen.
Spätis, weil ...
...du nichts kaufen sollst, was du nicht auch brauchst!
(Weinchen für den Abend oder Toast fürs Grillen etc.)
...Späti-Laden-Besitzer meist keine/wenig finanzielle Mittel haben, um energiesparende Maßnahmen umzusetzten.
...Ihnen oft nicht nur das Geld sondern auch die Expertise fehlt.
24. Oktober 2009 ging es darum in dem von uns schon ausgemachten Imbiss in Berlin-Mitte zu speisen. Dieser hat 45% des in dieser Zeit erzielten Umsatzes dazu verwendet, sein Geschäft energieeffizienter umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen.
Als der Carrotmob vorbei war, begangen unsere Expert_innen, die notwendigen und durch den Carrotmob möglich gemachten Maßnahmen umzusetzen (siehe Ergebnisse).












